Wohnraummangel in Bayern trifft Seniorinnen und Senioren besonders

30.01.2026 · Redaktion Bayernlifte

Der Wohnraummangel in Bayern verschärft sich – mit besonderen Folgen für ältere Menschen: Neue Auswertungen aus Kommunen und Sozialverbänden zeigen, dass seniorengerechter Wohnraum in vielen Regionen des Freistaats kaum verfügbar ist. Besonders betroffen sind ländliche Gebiete und kleinere Städte, in denen altersgerechte Neubauten selten sind.

Bestand oft nicht geeignet: Ein Großteil der Seniorinnen und Senioren lebt in Bestandsimmobilien, die vor Jahrzehnten gebaut wurden. Enge Treppen, fehlende Aufzüge und hohe Schwellen erschweren den Alltag. Umbauten werden häufig aus Kostengründen oder mangelnder Beratung aufgeschoben.

Neubau hinkt hinterher: Kommunen berichten, dass der Neubau von barrierearmen Wohnungen nicht mit dem demografischen Wandel Schritt hält. Steigende Baukosten und begrenzte Fördermittel bremsen Projekte aus, die gezielt auf ältere Menschen ausgerichtet sind.

Soziale Folgen: Fehlender geeigneter Wohnraum führt dazu, dass viele Menschen zu früh in stationäre Einrichtungen wechseln oder auf Unterstützung angewiesen sind, obwohl sie eigentlich selbstständig leben könnten. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Pflegeleistungen, die durch die Wohnsituation zusätzlich belastet werden.

Kommunen fordern Unterstützung: Städte und Landkreise appellieren an den Freistaat, Förderprogramme für altersgerechten Umbau und Neubau auszuweiten. Insbesondere kleinere Maßnahmen sollen einfacher und schneller bezuschusst werden können.

Wohnraumanpassung als Schlüssel: Viele Barrieren lassen sich auch im Bestand reduzieren. Förderprogramme zur Treppenlift Förderung ermöglichen gezielte Anpassungen, ohne dass ein Umzug notwendig wird. Für viele Seniorinnen und Senioren ist dies der entscheidende Schritt, um im vertrauten Umfeld zu bleiben.

Langfristige Perspektive: Experten betonen, dass Wohnen im Alter frühzeitig mitgedacht werden muss. Barrierefreiheit ist keine Sonderlösung, sondern eine Investition in Lebensqualität und Entlastung des Pflegesystems.

Fazit: Der Wohnraummangel in Bayern trifft ältere Menschen besonders hart. Ohne gezielte Förderungen und eine stärkere Fokussierung auf altersgerechtes Wohnen drohen soziale und pflegerische Folgekosten weiter zu steigen.

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