Immer mehr Kommunen in Bayern melden steigende Anträge für barrierefreie Wohnraumanpassungen. Hintergrund sind wachsende Pflegezahlen und der Wunsch vieler älterer Menschen, möglichst lange im eigenen Zuhause zu bleiben. Städte und Landkreise fordern daher eine Aufstockung der Förderprogramme.
Nach Angaben mehrerer kommunaler Vertreter hat die Nachfrage nach altersgerechten Umbauten in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Besonders häufig werden Maßnahmen beantragt, die das sichere Bewegen innerhalb des Hauses ermöglichen – etwa der Einbau eines Treppenlifts oder die Umgestaltung von Badezimmern.
Demografischer Wandel als Treiber
Bayern zählt zu den Bundesländern mit einer stark alternden Bevölkerung. Viele ältere Menschen wohnen in Eigenheimen, die vor Jahrzehnten errichtet wurden und nicht barrierefrei sind. Treppen, schmale Türen oder hohe Schwellen erschweren den Alltag zunehmend.
Kommunen sehen sich deshalb mit einer wachsenden Zahl von Beratungsanfragen konfrontiert. Gleichzeitig sind Fördermittel begrenzt. Vertreter aus verschiedenen Landkreisen betonen, dass eine frühzeitige Wohnraumanpassung langfristig Kosten im Pflegebereich senken könne.
Treppenlift als zentrale Maßnahme
Ein Treppenlift zählt zu den häufigsten wohnumfeldverbessernden Maßnahmen. Er ermöglicht den Zugang zu allen Etagen und reduziert das Sturzrisiko erheblich. Gerade in ländlichen Regionen Bayerns mit vielen Einfamilienhäusern ist dies ein entscheidender Faktor.
Finanzielle Unterstützung kann über die Pflegekasse beantragt werden. Zusätzlich existieren Programme zur Treppenlift Förderung, die je nach individueller Situation genutzt werden können.
Kommunale Forderungen
Mehrere Kommunen fordern nun, die bestehenden Budgets anzupassen und bürokratische Hürden zu reduzieren. Ziel sei es, Genehmigungsprozesse zu beschleunigen und mehr Menschen den Zugang zu barrierefreiem Wohnraum zu ermöglichen.
Fachleute betonen, dass Investitionen in den altersgerechten Umbau nicht nur individuelle Lebensqualität sichern, sondern auch das Pflegesystem entlasten können.
Fazit: Der altersgerechte Wohnungsumbau wird in Bayern zunehmend zum kommunalpolitischen Thema. Steigende Anträge zeigen den Bedarf deutlich. Eine Anpassung der Fördermittel könnte dazu beitragen, dass mehr Menschen selbstständig im eigenen Zuhause leben können.